Materialien & Schadstoffe

Bodenklasse

Die Einteilung von Bodenarten nach ihrer Loesbarkeit und Beschaffenheit gemaess DIN 18300. Bestimmt den Aufwand und die Kosten von Erdarbeiten.

Die Bodenklasse beschreibt die Einteilung von Bodenarten nach ihrer Beschaffenheit und Loesbarkeit gemaess DIN 18300. Sie reicht von Klasse 1 (Oberboden) bis Klasse 7 (Fels). Klasse 2 umfasst fliessende Boeden, die Klassen 3 und 4 leicht bzw. mittelschwer loesbare Boeden wie Sande, Kiese und gemischtkoernige Boeden, Klasse 5 schwer loesbare bindige Boeden, Klasse 6 leichten Fels und veraenderlich feste Gesteine sowie Klasse 7 schwer loesbaren Fels. Im Erdbau sind vor allem die Bodenklassen 3 bis 5 von Bedeutung. Die Bodenklasse bestimmt massgeblich den erforderlichen Maschineneinsatz, die Aushubgeschwindigkeit und damit die Kosten von Erdarbeiten. In Berlin herrschen ueberwiegend sandige Boeden der Klassen 3 und 4 vor, waehrend in einigen Bereichen auch bindige Boeden und Auffuellungen anzutreffen sind. Mit der Neufassung der DIN 18300 erfolgt die vertragliche Einordnung zunehmend ueber sogenannte Homogenbereiche statt allein ueber Bodenklassen. Fuer die korrekte Bestimmung wird in der Regel ein geotechnisches Gutachten erstellt. Die Bodenklasse beeinflusst auch die Zuordnungsklasse bei der Entsorgung von Erdaushub.

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