Asbest nach TRGS 519

Asbest entsorgen in Berlin

Asbestdach, Eternit-Fassade oder alte Asbestverkleidung? Wir demontieren asbesthaltige Bauteile in Berlin sicher und entsorgen sie fachgerecht als Sondermüll – nach TRGS 519, mit Schutzmaßnahmen und lückenlosem Entsorgungsnachweis. Auf Wunsch zum Festpreis inklusive Abtransport.

Was wir entfernen und entsorgen

Asbestdach entfernen

Welleternit, Dachplatten und Faserzement fachgerecht demontieren und entsorgen.

Asbestverkleidung entfernen

Fassaden- und Wandplatten (z. B. Eternit) staubarm abnehmen und verpacken.

Asbest entsorgen

Sichere Verpackung und Transport zur zugelassenen Sondermülldeponie.

Entsorgungsnachweis

Lückenlose Dokumentation – rechtssicher für Behörden und Ihre Unterlagen.

Wie Asbest in Berlin entsorgt wird

Asbesthaltiges Material darf nicht in den Bauschutt und nicht auf den Wertstoffhof. Es muss bruchfrei demontiert, staubdicht in zugelassenen Big Bags verpackt, gekennzeichnet und auf eine dafür zugelassene Deponie gebracht werden – jeder Schritt nach TRGS 519 und dokumentiert. Die Kosten liegen je nach Material bei 25 bis 200 Euro pro Quadratmeter inklusive Demontage, Verpackung und Deponiegebühr.

Der Ablauf ist bei jedem Objekt derselbe:

1.Probenahme und Analyse – ein Labor bestätigt oder entkräftet den Verdacht, Kosten 400 bis 1.500 Euro
2.Anzeige bei der Arbeitsschutzbehörde – mindestens sieben Tage vor Beginn beim LAGetSi
3.Schutzmaßnahmen – Abschottung, Unterdruckhaltung und Personenschleuse bei schwach gebundenem Material
4.Bruchfreie Demontage – geschraubt statt gebrochen, mit Faserbindemittel vorbehandelt
5.Verpackung – zugelassene Big Bags oder reißfeste Folie, gekennzeichnet nach Gefahrgutrecht
6.Transport und Deponierung – über zugelassene Entsorgungswege
7.Nachweise – Entsorgungsnachweis, Wiegescheine und Sanierungsdokumentation für Ihre Unterlagen

Was die Asbestentsorgung in Berlin kostet

Der Preis hängt fast vollständig davon ab, ob das Material fest oder schwach gebunden ist. Die zweite Spalte gilt für erschwerte Bedingungen – Dacharbeiten, enge Innenhöfe, fehlende Stellflächen:

MaterialStandardErschwert
Eternit-Wellplatten (Dach)20 – 35 €/m²35 – 55 €/m²
Eternit-Dachschindeln25 – 40 €/m²40 – 60 €/m²
Fassadenplatten25 – 45 €/m²40 – 65 €/m²
Floor-Flex-Platten (Boden)15 – 30 €/m²25 – 45 €/m²
Asbesthaltiger Fliesenkleber25 – 45 €/m²35 – 60 €/m²
Leichtbauplatten (schwach gebunden)50 – 100 €/m²60 – 120 €/m²
Spritzasbest80 – 200 €/m²100 – 230 €/m²
Asbestzement-Rohre30 – 60 €/lfm40 – 75 €/lfm

Hinzu kommen Deponiegebühren – 150 bis 250 €/t für festgebundenen Asbestzement, 250 bis 500 €/t für schwach gebundenes Material – sowie Big Bags mit 5 bis 15 Euro je Sack. Bei Dacharbeiten kommt ein Gerüst mit 10 bis 20 €/m² dazu.

Typische Projekte: Ein Garagendach mit 20 m² Eternit liegt bei 1.200 bis 2.000 Euro, ein Einfamilienhaus-Dach mit 120 m² bei 5.000 bis 8.000 Euro, Floor-Flex in einer 60-m²-Wohnung bei 2.000 bis 4.000 Euro. Die vollständige Aufstellung steht unter Asbestentsorgung Kosten.

Fest gebunden oder schwach gebunden – der entscheidende Unterschied

Fest gebundener Asbest (Asbestzement, Eternit) hat einen Asbestanteil von 10 bis 15 Prozent, gebunden in Zement. Solange die Platten intakt sind, setzen sie kaum Fasern frei. Gefährlich wird es beim Brechen, Sägen, Bohren oder Hochdruckreinigen – deshalb wird bruchfrei demontiert.

Schwach gebundener Asbest (Spritzasbest, Leichtbauplatten, Brandschutzverkleidungen, Dichtungsschnüre) enthält bis zu 60 Prozent Asbest in geringer Bindung. Diese Materialien setzen schon bei Erschütterung Fasern frei und erfordern Schwarzbereich, Unterdruckhaltung, Personenschleuse und Freimessung nach der Sanierung – der Aufwand ist um ein Vielfaches höher.

Wo Asbest in Berliner Gebäuden steckt

BauteilTypisches BaujahrMaterialtyp
Dach- und Fassadenplatten (Eternit)1950 – 1990fest gebunden
Floor-Flex-Bodenplatten und Cushion-Vinyl1960 – 1985fest gebunden
Fliesen- und Bodenkleber1960 – 1985fest gebunden
Fensterkitt und Blumenkästen1960 – 1980fest gebunden
Nachtspeicheröfen1960 – 1977schwach gebunden
Brandschutzverkleidungen, Leichtbauplatten1960 – 1990schwach gebunden
Spritzasbest an Stahlträgern1960 – 1979schwach gebunden
Lüftungskanäle und Rohrisolierungen1960 – 1990gemischt

Faustregel für Berlin: Bei Gebäuden mit Baujahr vor 1993 – dem Jahr des deutschen Asbestverbots – ist von Asbest auszugehen, bis das Gegenteil belegt ist. Woran Sie es im Bestand erkennen, steht unter Asbest erkennen und sanieren.

Was Sie selbst dürfen – und was nicht

Privatpersonen dürfen im eigenen Haushalt kleinere Mengen fest gebundenen Asbests entfernen, sofern sie die Schutzmaßnahmen einhalten. In der Praxis raten wir davon ab, und zwar aus drei Gründen: Die zugelassene Verpackung bekommen Sie im Baumarkt nicht, viele Berliner Annahmestellen nehmen Privatanlieferungen nur begrenzt an, und ein Bruch beim Abnehmen kontaminiert die Fläche darunter – aus einer 20-m²-Dachfläche wird dann eine Bodensanierung.

Ausgeschlossen ist die Eigenleistung in jedem Fall bei:

schwach gebundenem Asbest – ausschließlich Fachbetriebe mit Sachkunde nach TRGS 519
gewerblichen Objekten und allem, was nicht selbst genutzter Wohnraum ist
Vermietung – hier greifen die Arbeitsschutzpflichten gegenüber Dritten

Anzeigepflicht und Nachweise

Asbestarbeiten sind der Arbeitsschutzbehörde mindestens sieben Tage vor Beginn anzuzeigen; in Berlin ist das das LAGetSi. Ausführen dürfen sie nur Betriebe mit behördlich anerkannter Sachkunde nach TRGS 519. Die Abfälle sind nachweispflichtig – Sie erhalten von uns Entsorgungsnachweis, Wiegescheine und die Sanierungsdokumentation. Wie die Nachweiskette in Berlin läuft, steht unter Entsorgungsnachweis Berlin.

Geht es nicht nur um die Entsorgung, sondern um die vollständige Sanierung eines belasteten Bauteils, finden Sie das unter Asbestsanierung. Für Mineralwolle gilt ein eigenes Regelwerk – siehe KMF-Sanierung Berlin.

Asbestentsorgung in allen Berliner Bezirken

Wir entsorgen Asbest in ganz Berlin und im Umland – Garagen- und Hausdächer in Reinickendorf, Spandau und Treptow-Köpenick, Fassadenplatten an Bestandsbauten in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg, Floor-Flex und Fliesenkleber in Altbauwohnungen in Mitte, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg. Die Bezirksübersicht steht unter Standorte.

Häufige Fragen zur Asbestentsorgung

Wie wird ein Asbestdach entsorgt?

Asbesthaltige Dachplatten werden ohne Bruch demontiert, staubarm verpackt, gekennzeichnet und zu einer zugelassenen Deponie gebracht. Alle Arbeiten erfolgen nach TRGS 519 mit Schutzmaßnahmen. Sie erhalten einen Entsorgungsnachweis.

Was kostet die Asbestentsorgung in Berlin?

Die Kosten hängen von Menge, Material und Zugänglichkeit ab. Nach einer kostenlosen Besichtigung nennen wir Ihnen einen verbindlichen Festpreis inklusive Entsorgung und Nachweis – ohne versteckte Kosten.

Darf ich Asbest selbst zur Deponie bringen?

Bei kleinen Mengen fest gebundenen Asbests im selbst genutzten Wohnraum ist das grundsätzlich erlaubt, wir raten aber davon ab: Die zugelassene Verpackung bekommen Sie im Baumarkt nicht, viele Annahmestellen nehmen Privatanlieferungen nur begrenzt an, und ein Bruch beim Abnehmen kontaminiert die Fläche darunter. Bei schwach gebundenem Asbest, gewerblichen Objekten und Vermietung ist Eigenleistung ausgeschlossen.

Was ist der Unterschied zwischen fest und schwach gebundenem Asbest?

Fest gebundener Asbest wie Eternit enthält 10 bis 15 Prozent Asbest in Zement und setzt im intakten Zustand kaum Fasern frei – deshalb wird bruchfrei demontiert. Schwach gebundenes Material wie Spritzasbest oder Leichtbauplatten enthält bis zu 60 Prozent Asbest und setzt schon bei Erschütterung Fasern frei. Dort sind Schwarzbereich, Unterdruckhaltung und Freimessung nach der Sanierung nötig, was den Aufwand vervielfacht.

Muss die Asbestentsorgung angezeigt werden?

Ja. Asbestarbeiten sind der Arbeitsschutzbehörde mindestens sieben Tage vor Beginn anzuzeigen, in Berlin dem LAGetSi. Ausführen dürfen sie nur Betriebe mit behördlich anerkannter Sachkunde nach TRGS 519. Die Anzeige übernehmen wir mit.

Woran erkenne ich, ob mein Gebäude Asbest enthält?

Bei Baujahr vor 1993 – dem Jahr des deutschen Asbestverbots – ist von Asbest auszugehen, bis das Gegenteil belegt ist. Typische Fundorte sind Dach- und Fassadenplatten, Floor-Flex-Bodenplatten, Fliesenkleber, Fensterkitt, Nachtspeicheröfen und Rohrisolierungen. Sicherheit gibt nur eine Materialprobe im Labor, die 400 bis 1.500 Euro kostet.

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