Entsorgungsnachweis in Berlin: Pflichten und Ablauf
Bei Abbruch-, Sanierungs- und Entsorgungsprojekten ist die lückenlose Dokumentation der Abfallentsorgung gesetzlich vorgeschrieben. Der Entsorgungsnachweis belegt, dass Abfälle ordnungsgemäß und umweltgerecht entsorgt wurden. Wir erklären Ihnen die rechtlichen Grundlagen und den Ablauf in Berlin.
Rechtliche Grundlagen
Die Pflicht zum Entsorgungsnachweis ergibt sich aus mehreren Gesetzen und Verordnungen:
Wer braucht einen Entsorgungsnachweis?
Pflicht zum Entsorgungsnachweis besteht für:
Kein formaler Entsorgungsnachweis erforderlich bei:
Allerdings besteht auch bei nicht-gefährlichen Abfällen eine Dokumentationspflicht (Register- und Nachweispflicht nach § 49 KrWG).
Das elektronische Abfallnachweisverfahren (eANV)
Seit 2011 ist das elektronische Abfallnachweisverfahren (eANV) für gefährliche Abfälle in Deutschland Pflicht. Das System wird über die zentrale Plattform ZEDAL oder vergleichbare zertifizierte Anbieter abgewickelt.
Bestandteile des eANV:
Ablauf des elektronischen Verfahrens:
Welche Abfälle aus Abbruchprojekten sind gefährlich?
Bei Abbruch- und Sanierungsprojekten fallen häufig folgende gefährliche Abfälle an:
Bußgelder bei Verstößen
Verstöße gegen die Nachweisverordnung werden streng geahndet:
Zusätzlich drohen bei gewerbsmäßigen Verstößen der Entzug der Transportgenehmigung und der Ausschluss von öffentlichen Aufträgen.
Aufbewahrungspflichten
Alle Entsorgungsnachweise und Begleitscheine müssen mindestens drei Jahre aufbewahrt werden. Bei gefährlichen Abfällen empfiehlt sich eine längere Aufbewahrung, da Haftungsansprüche bis zu 30 Jahre geltend gemacht werden können.
So handhabt die Lula Bau GmbH den Entsorgungsnachweis
Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb übernimmt die Lula Bau GmbH die vollständige Abwicklung des Nachweisverfahrens:
Häufige Fragen zum Entsorgungsnachweis
Wann brauche ich einen Entsorgungsnachweis?
Immer dann, wenn gefährliche Abfälle anfallen – Asbest, alte Mineralwolle, teerhaltige Materialien, kontaminierter Boden. Für nicht gefährliche Abfälle wie sortenreinen Bauschutt genügen Wiegescheine und Übernahmebelege des Entsorgers.
Was ist der Unterschied zwischen Entsorgungsnachweis und Begleitschein?
Der Entsorgungsnachweis wird vor Beginn der Entsorgung geführt und belegt, dass der vorgesehene Entsorgungsweg zulässig ist. Der Begleitschein dokumentiert anschließend jeden einzelnen Transport. Beides läuft heute elektronisch.
Wie lange muss ich die Nachweise aufbewahren?
Mindestens drei Jahre. Praktisch sollten Sie sie dauerhaft zu den Objektunterlagen nehmen: Beim Verkauf der Immobilie ist der Nachweis einer ordnungsgemäßen Schadstoffsanierung ein handfester Wertfaktor.
Wer haftet, wenn Abfall falsch entsorgt wird?
Als Abfallerzeuger bleiben Sie mitverantwortlich, auch wenn ein Dritter transportiert und entsorgt. Deshalb sollten Sie sich Nachweise aushändigen lassen und bei auffällig niedrigen Preisen skeptisch werden – siehe Bauschutt entsorgen und Erdaushub entsorgen.
Sie erhalten von uns eine lückenlose Dokumentation aller Entsorgungsvorgänge – rechtssicher und jederzeit prüfungsfähig. Mehr zur Leistung: Entsorgung & Recycling. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie ein Projekt planen.