Genehmigung für Erdarbeiten und Aushub in Berlin
Erdarbeiten sind ein grundlegender Bestandteil vieler Bauprojekte. Doch bevor der Bagger anrollt, müssen in Berlin verschiedene Genehmigungen und Auflagen beachtet werden. Von der Baumschutzverordnung bis zum Bodenschutzgesetz – wir geben Ihnen einen Überblick.
Wann ist eine Genehmigung für Erdarbeiten erforderlich?
Nicht jede Erdarbeit benötigt eine separate Genehmigung. In folgenden Fällen sind jedoch behördliche Schritte notwendig:
Bodenschutzgesetz und Bundesbodenschutzverordnung
Das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) und die Bundesbodenschutzverordnung (BBodSchV) bilden die rechtliche Grundlage für den Umgang mit Boden:
Zentrale Pflichten:
Zuständig in Berlin: Die Senatsverwaltung für Umwelt sowie die Bezirksämter (Untere Bodenschutzbehörden) überwachen die Einhaltung.
Baumschutzverordnung Berlin
Die Berliner Baumschutzverordnung (BaumSchVO Bln) schützt alle Bäume mit einem Stammumfang ab 80 cm (gemessen in 1,30 m Höhe). Bei Erdarbeiten im Kronentraufbereich geschützter Bäume gelten strenge Auflagen:
Schutzmaßnahmen:
Genehmigungsverfahren:
Grundwasser und Wasserschutz
Berlin liegt in einer Region mit teilweise hohem Grundwasserstand. Erdarbeiten, die das Grundwasser berühren, unterliegen besonderen Vorschriften:
Grundwasserabsenkung:
Wasserschutzgebiete:
In Berliner Wasserschutzgebieten (z. B. Johannisthal, Tiefwerder) gelten verschärfte Anforderungen. Erdarbeiten können hier eingeschränkt oder untersagt werden.
Kontaminierter Boden
In Berlin gibt es zahlreiche Flächen mit Bodenverunreinigungen (Altlasten). Vor Erdarbeiten auf verdächtigen Flächen ist Folgendes zu beachten:
Erkennungsmerkmale:
Pflichten bei kontaminiertem Boden:
Kostenauswirkung: Kontaminierter Boden verteuert die Entsorgung erheblich. Während sauberer Boden (Z0) für 5–15 Euro pro Tonne entsorgt werden kann, kostet die Entsorgung von stark belastetem Boden (größer Z2) 80–200 Euro pro Tonne.
Praktische Tipps für Erdarbeiten in Berlin
Häufige Fragen zur Genehmigung von Erdarbeiten
Brauche ich für Erdarbeiten eine Genehmigung?
Für den Aushub im Rahmen eines genehmigten Bauvorhabens nicht gesondert. Eigene Verfahren greifen bei Grundwasserabsenkung, bei größeren Geländeveränderungen, beim Umgang mit belastetem Material und – in weiten Teilen Berlins – bei der Kampfmittelüberprüfung.
Was gilt bei Grundwasserabsenkung?
Sie ist wasserrechtlich erlaubnispflichtig, und für das abgepumpte Wasser braucht es zusätzlich eine Einleitgenehmigung. Beides sollte früh beantragt werden, weil die Verfahren mehrere Wochen dauern und den Baubeginn bestimmen.
Wann ist eine Kampfmittelüberprüfung nötig?
In Berlin ist sie vor Erdarbeiten in vielen Bezirken vorgeschrieben, besonders in Gebieten mit historischer Rüstungsindustrie und starker Kriegseinwirkung. Die Auswertung der Luftbilddatenbank ist günstig, eine Sondierung im Feld kostet 3 bis 10 Euro pro Quadratmeter.
Was passiert bei einem Altlastenfund?
Die Arbeiten im betroffenen Bereich sind einzustellen und die Untere Bodenschutzbehörde ist unverzüglich zu informieren. Das weitere Vorgehen wird mit ihr abgestimmt. Mehr unter kontaminierte Böden.
Lula Bau GmbH: Ihr Partner für Erdarbeiten in Berlin
Die Lula Bau GmbH kennt die Berliner Vorschriften für Erdarbeiten im Detail. Wir kümmern uns um die erforderlichen Genehmigungen, koordinieren Bodenuntersuchungen und sorgen für die fachgerechte Entsorgung von Aushubmaterial. Die Preise stehen unter Erdarbeiten Kosten. Kontaktieren Sie uns für Ihr Erdbauprojekt.